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Pfefferpotthast |
Zutaten
Zutaten:
1 kg Rinderkamm
1 Teel. Salz
500 g Zwiebeln in Scheiben
70 g Schmalz
10 Pfefferkörner im Mörser zerstampft
1 gr. Lorbeerblatt
2 Nelken
1 Eßl. Kapern
1 Liter Fleischbrühe
Saft od. geriebene Schale einer Zitrone
etwas Bier
Paniermehl
grob gemahlener Pfeffer |
Zubereitung:
Das Fett wird in einer großen Kasserolle erhitz. Das in große Würfel
geschnittenen Fleisch wird unter häufigem Wenden nur kurz angebraten. Man
gibt die Zwiebeln zum Gelbrösten dazu, löscht mit Brühe ab und würzt den
"Pott". Das Fleisch muss 90 Minuten langsam schmoren, bis es weich ist.
Man bindet die Sauce mit Paniermehl und schmeckt mit Zitronensaft, Bier und
Kapern würzig ab. Eine Prise Zucker macht den Potthast lieblich. Man
serviert ihn in einer Ragoutschüssel und streut grob gemahlenen Pfeffer
darüber.
dazu isst man Salzkartoffeln und Gewürzgurken. Ein Bier als begleitendes
Getränk ist nicht zu verachten. |
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Pfefferpotthast (aus der Chronik)
Der Name bezeichnet die Art dieses Fleischesgerichtes. "Hast" weist auf das
Fleischstück hin. Pfeffer und Pott (Topf) geben den Aufschluss über
Geschmack und Zubereitungsart.
Wenn auch zum ersten Mal 1378 urkundlich in Dortmund erwähnt, ist das
Gericht mit Sicherheit viel älter. Von seiner Beliebtheit hat es in
Westfalen bis heute nichts eingebüßt. Schmeckt es doch würzig-scharf und
verdient, mit Salzkartoffeln und Gewürzgürkchen gereicht, das
sprichwörtliche Lob: "Das schmeckt nach mehr!"
Im Jahre 1378, so berichtet der Chronist, lebte eine gewisse Agnes von der
Vierbecke als angesehene Kaufmannsfrau Agnes Sudermann in Dortmund. Graf
Dietrich von Dinslaken, der, wie viele Ritter, Dortmund die Fehde angesagt
hatte, versuchte durch Mittelsleute und Verrat die schier uneinnehmbare
Stadt Dortmund in die Hand zu bekommen. So fing er also mit der verwitweten
Sudermann ein Verhältnis an und weihte sie in den Plan ein.
Am Sonntag nach Michaelis, damals der 4. Oktober, spannte Agnes Sudermann
zwei Wagen an und zog damit zum Wißstraßentor. In den ersten Wagen hatte sie
Holz geladen, in dem zweiten Wagen versteckte sie unter Planen, Heu und
Stroh Soldaten des Grafen. Vertraut mit den Stadtwachen, bat sie einen der
Wächter, ihr von den Fleischbänken "Hast" für einen Pfeffertopf zu besorgen.
Es solle sein Schaden nicht sein, er bekäme auch eine große Portion des
köstlichen Mahles ab.
Der Wächter nichtsahnend, tat ihr diesen Gefallen und ging zum Fleischmarkt.
Indessen stieg die Sudermann auf den Turm, gab mit einem Tuch den Feinden
das verabredete Zeichen und zog an der Kette, um das Fallgitter
hochzuziehen.
Mit lautem Geschrei stürmten die Soldaten auf das Tor zu.
Was aber nicht bedacht worden war, das zweite Falltor bildete eine weitere
Barriere, und somit schlug der Anschlag fehl. Die Angreifer wurden von den
Wachen und der Bürgerwehr erschlagen. Die Rädelsführer und Hintermänner
enthauptete man am folgenden Tage. Agnes Sudermann band man auf ihren
Holzwagen und verbrannte sie bei lebendigen Leibe.
Der Sieg der Stadt Dortmund wurde mit einem üppigen Potthastmahl gefeiert.
Und vielfach werden auch heute noch offizielle Festlichkeiten der Stadt
durch ein Pfeferpotthastessen gekrönt. |
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